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Sauvignon Blanc – neue Heimat Pfalz


Kaum eine andere weiße Rebsorte hat in den letzten Jahren dermaßen zugelegt wie der Sauvignon Blanc. Das hat sehr viel damit zu tun, dass man Ende der 1980er-Jahre in Neuseeland einen völlig neuen, einen tropischen Stil entwickelt hat, der seitdem weltweit gut ankommt. Mit dem Erfolg des neuseeländischen Sauvignon Blanc sind aber auch die europäischen Sauvignons immer populärer geworden. Das fängt in der Heimat dieser Rebsorte an der Loire an. Sauvignon Blancs aus der Touraine, dem Sancerre und Pouilly-Fumé sind en vogue, ferner die aus Entre-deux-Mers, wo meist noch Sémillon und Muscadelle mit dabei sind. Auch hat man manchmal den Eindruck, dass in der österreichischen Steiermark nur noch Sauvignon Blanc angebaut wird.

In Deutschland musste die aromatische Rebsorte erst einmal ihren Platz finden. Viele Winzer haben mit dem Sauvignon. Blanc experimentiert, sei es in Rheinhessen oder in Baden, sei es in Württemberg oder in der Pfalz. Und gerade in der Pfalz scheint der Sauvignon Blanc sich besonders wohl zu fühlen. Die weiße Rebsorte reagiert sehr stark auf die zugrunde liegenden Bodenformationen und ebenso auf die Anbauart. Wegen der großen Bodendiversität in der Pfalz kann die Sorte dort sehr unterschiedliche Stile entwickeln, sogar solche, die denen im neuseeländischen Marlborough stark ähneln, vor allem wenn man den Sauvignon Blanc früh erntet; denn dann sind die Trauben noch voller Pyrazin, jener Verbindung, die für grasig grüne und an Paprika erinnernde Noten sorgt.

Das ist allerdings nicht das Ziel unserer Winzer, die es vielmehr vorziehen, einen ganz eigenen Sauvignon-Blanc-Stil zu entwickeln. Und da gibt es viel zu entdecken. Sauvignon-Blanc-Fans der ersten Stunde sind die Knipsers in Laumersheim. Als bekennende Frankreich-Liebhaber sind sie nicht nur mit ihren Pinots berühmt geworden, sondern vinifizieren auch hervorragenden Cabernet Sauvignon, Syrah und eben auch Sauvignon Blanc. Unsere Empfehlung ist der 2016er Knipser Sauvignon Blanc, der einen Pfälzer Körper mit dem Aroma von Holunderblüten, Stachelbeeren und gelben Früchten in Einklang bringt.

Als Meister des Sauvignon Blanc hat sich schon länger Stephan Attmann hervorgetan, der Weinmacher des Weinguts Von Winning in Deidesheim. Der spielt beim Sauvignon Blanc mit den unterschiedlichen möglichen Ausbauarten; denn Sauvignon Blanc zeigt sich im Edelstahlausbau frisch und grünbeerig, in Verbindung mit Holz bekommt die Sorte eine bemerkenswerte Tiefe und Komplexität. Beim Von Winning Sauvignon Blanc I zeigt sich ein Feuerwerk an Exotik, salziger Würze und Saftigkeit, beim Von Winning Sauvignon Blanc 500, der seinen Namen von den 500-Liter-Fässern erhalten hat, in denen er ausgebaut wurde, handelt es sich wohl um den komplexesten und tiefgründigsten deutschen Sauvignon Blanc, der es mit den großen Weinen der Loire aufnehmen kann. Ein ähnliches Gefühl für diese Rebsorte haben Oliver Zeter und Stefan Bietighöfer. Sowohl Oliver Zeters Sauvignon Blanc Fumé als auch Stefan Bietighöfers Sauvignon Blanc Grand Reserve gehören zu den deutschen Top Sauvignon Blancs, wenn es um gekonnten Holzfassausbau, Komplexität und Charakter geht.

Wer eher an jugendlicher Frische und Saftigkeit interessiert ist, dem empfehlen wir nachhaltig Fußers Ruppertsberger Sauvignon Blanc, und Thörles Sauvignon Blanc. Ja, Pfälzer Sauvignon Blanc hat etwas - es gibt ihn mittlerweile in einer großen stilistischen Vielfalt.

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