Frankfurt / Wein

Neues aus Frankfurt/Wein.

Rhonetrip Sommer 2011 - Domaine la Monardiere


Nach dem ich nun den Blick auf die Dentelles aus der Ferne schon kannte, führte mich der zweite Tag  der Reise an den Rand des Massivs, nach Vacqueyras. Ziel dieses Ausfluges war die Familie Vache und deren Domaine la Monardiere, mit denen wir seit diesem Jahr zusammen arbeiten. In mitten des langgezogenen Dorfes geht es von der Hauptstrasse ab, durch die engen Gassen des Ortskernes wieder hinaus, die letzten Kilometer auf einem schmalen Strässchen durch die Weinberge. Mitten im Grün dieser Weinberge taucht dann irgendwann die Domaine auf. La Monardiere, im Gegensatz zu Gourt de Mautens auf den ersten Blick als Weingut erkennbar, ist ein schlichtes, und doch sehr schmuckes Anwesen, dem man seine 300 Jahre alte Geschichte nicht ansieht. Dies ist vor allem der Familie Vache zu verdanken, die im Lauf der Jahre viel in den Erhalt der Gebäude investierte.

Mit dem  Weinbau haben die Eltern von Damian, der heute hauptsächlich die Verantwortung im Betrieb inne hat, im Jahr 1987 begonnen, wie bei vielen anderen Adressen auch, erst mal nur als Traubenlieferant für die Kooperative. Das ist nun aber auch schon länger Vergangenheit. Heute produziert und vermarktet  Damian Vache die Weine von La Monardiere ausschliesslich über die Domaine. Für seine Arbeit stehen ihm  23 ha Rebfläche  zur Verfügung, die, entgegen den in  Vacqueyras überwiegend üblichen, kalkhaltigen Lehmböden, auf einen Mix aus sandhaltigen Lehmböden, bzw. Lehm mit Geröllablagerungen aus dem Montmirail stehen.

Aus der Cru Lage Vacqueyras entstehen fünf Weine. Drei Rote, der Vieille Vignes, der Les Calades und der Les 2 Monardes, sowie in geringen Mengen der Weisswein Galéjade und ein Rosé, von denen es jeweils nur ca. 4000 Flaschen gibt. Zum Einsatze kommen hier vor allem Grenache, Syrah, Mourvedre und etwas Cincault, das Alter der Stöcke liegt zwischen 35 und 45 Jahren (Vieille Vignes 60 Jahre). Beim Weisswein spielt die Hauptrolle der Roussane, ergänzt durch Viognier, Clarette und Grenache blanc, hier sind die Reben 15 Jahre alt.

Die Vinifikation: Für die roten Vacqueyras werden die Trauben separat geerntet und auch separat vinifiziert. Am Anfang kommen alle für die Maischegärung zwei bis drei Wochen in grosse Betontanks, beim Syrah und Teilen des Grenache wird dabei mit der klassischen „pigeage“ gearbeitet. Nach dem schonenden Pressen erfolgt der weitere Ausbau der Weine im Halbstück, bis auf den Syrah, er wird im Barrique gereift. Nachdem die Assemblage gemacht wurde, kommen die Weine unfiltriert auf die Flasche.

Der Weisswein hingegen macht seinen Werdegang erst im Halbstück, wo die temperaturgesteuerte Gärung stattfindet, bevor er zum weiteren Ausbau in das Barrique, je zur Hälfte neu und gebraucht, geht, von wo aus er nur leicht filtriert abgefüllt wird.

Beim Rosé kommen zwei Techniken zur Anwendung. Einmal das Saigneeverfahren, bei dem nach 10 stündiger Mazeration Teile des ungepressten Saftes abgezogen werden, zudem wird ein Teil der Trauben, ohne Maischestandzeit, direkt gepresst. Die so gewonnen Moste werden ebenfalls im Betontank vergoren und im Halbstück ausgebaut. Für den Rose kommen jedoch nur Grenache und Cincault zum Einsatz.

Neben den Cru Weinen entstehen auf la Monardiere noch zwei Vin de Pay de Vaucluse, einmal Rose, einmal Rot, beide sortenrein aus Grenache. Im Stahltrank ausgebaut, sind diese Weine zum frühen, unkomplizierten Genuss gemacht.  Alles in allem umfasst der Ertrag jährlich um die 55 bis 60 Tsd. Flaschen.

Die Weine von la Monardiere zählen schon seit längerem mit zu den Besten der AOC Vacqueyras.

20.08.2011 Frankfurt / Wein

 

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