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Louis Barruol über Saint Cosme


Saint-Cosme ist ein einmaliges, historisches Weingut und liegt im Herzen der AOC Gigondas. Eine Besonderheit des Anwesens ist seine römische Gärungsanlage, die in die Felsen gehauenen Gärungsbottiche sind heute noch in einem perfekten Zustand. Man kann sich genau vorstellen, wie das Leben unserer Gallo-Römischen Ahnen war. Unsere Familie erwarb das Weingut 1490 und wird heute in der 15. Generation bewirtschaftet. Das Weingut besitzt 22ha Weinberge, deren Rebstöcke durchschnittlich 60 Jahre alt sind, entsprechend klein sind die daraus geernteten Erträge. Der Boden von Saint Cosme ist ein geologisches Mosaik, das mit der grossen Veränderung der Dentelles de Montmirail zu tun hat. Saint Cosme findet sich genau an einem Punkt an dem sich zwei geologische Spalten begegnen.

Das Mikroklima ist für die geographischen Verhältnisse eher kühl und trägt dadurch zu einer langsamen Vegetationsphase und entsprechend späten Ernte bei: Gleichgewicht, Frische, und Feinheit beschreiben unsere Weine. Die Kapelle von Saint Cosme, die sich im Herzen eines unserer Weinberge befindet, ist ein romanisches Juwel. Gebaut im XI. Und XII. Jahrhundert, beweist sie die Reinheit der  romanischen Kunst: Schlichtheit, Einfachheit von den Linien, Ausgewogenheit. Sie beleuchtet unser Weingut durch seine Erhabenheit, und lässt eine friedliche Atmosphäre herrschen. Ein kurzer Gang um sie zu besuchen lohnt sich allemal. Wir widmen unsere Arbeit auf Saint Cosme dafür, das ausserordentlichen Potenzial der Böden (Terroir) und der alten Weinbergen auszudrücken. Das Fortbestehen von altem Wissen, der biologische Anbau und das Verstehen der Böden sind unsere Ratgeber. 

1972, Henry Barruol, mein Vater, war schon vom biologischen Anbau überzeugt. Er wollte damit seine Weinberge bewahren, saubere Weine produzieren und das Ökosystem im Tal von Saint Cosme wahren. Das war eine Überzeugung ohne profitgierige Hintergedanken, da er selbst seinen Gigondas-Wein noch in Fässern an die Händler verkaufte. Wir gehen mit dieser so wichtigen Arbeit weiter. Wir benützen kein Unkrautvertilgungsmittel, keinen Kunstdünger, kein Schädlingsbekämpfungsmittel, keine Syntheseprodukte. Die Weinberge werden von Hand gehackt, um den Graswuchs zu kontrollieren. Unser Ökosystem ist dynamisch und ausgeglichen, unser Boden ist lebendig.

Ich habe mich also auf die Erfahrungen unsere Winzerfamilie gestützt, und habe 1997 eine Weinhändleraktivität, die man „Weinhändler-Winzer“ nennen kann, gegründet. Während meinen verschiedenen Reisen im Rhone Tal hatte ich allerdings das Gefühl, dass viele große Böden selten gut genützt, verkannt oder unbekannt waren. Einige dieser Orte haben mir gut gefallen und mich dazu inspiriert, die gegebenen Möglichkeiten zum Weinanbau zu nutzen. Ich wollte also ein Weinhändler vom alten Schlag sein, dass heißt, diese Arbeit mit der Haltung eines Winzers ausüben. Den Geist der Böden und der Weinberge suchen, sorgfältig kleine Cuvées erarbeiten, sich gemeinsam mit Winzern die ihre Arbeit mögen entwickeln, meine Weine in Fässern transportieren um sie nicht zu beschädigen, jeden Tag nutzen um etwas Schönes zu erleben. 

Auf Saint Cosme führen wir so weit möglich alle Arbeiten von Hand aus. Ich will Weine die ihren Boden,  ihre Herkunft ausdrücken, sie mit Reinheit und Präzision machen. Weine die Persönlichkeit und Gleichgewicht haben und lange haltbar sind.  

29.09.2011 (Quelle: Louis Barruol, Saint Cosme)

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