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Neues aus Frankfurt/Wein.

Die Domaine de la Vieille Julienne und das Projekt Daumen


Hier stellen wir Ihnen eines der besten Weingüter Frankreichs vor. Die Domaine de la Vieille Julienne befindet sich im nördlichsten Teil der Appellation Châteauneuf-du-Pape und befindet sich bereits im Einzugsgebiet von Orange. Die Lage auf einem kleinen Hügel und die nördliche Ausrichtung der Weinberge, dazu noch die fast schon ärmlichen Böden, geprägt durch viel Fels, Sand und den typischen Galetes, machen diesen Flecken Südfrankreich nicht unbedingt zu den prädestinierten Anbauflächen der AOC. Lange Jahre unterschätzt und nicht gewürdigt - aber wie immer kommt es darauf an, wer was daraus macht. Und im Zuge des Klimawandels kann sich daraus sogar noch so mancher Vorteil entwickeln

Vieille Julienne wurde bereits 1905 von Jean-Paul Daumens Familie erworben. Und damals wurde bereits der Grundstein gelegt, auf dem sich die heutige Spitzenqualität der Vieille Julienne Weine aufbaut. Der größte Teil der Rebstöcke die heute zur Verfügung stehen sind mehr als 70 Jahre alt. Allerdings wurden die Weine die daraus produziert wurden noch bis in die 60 Jahre als Fassware an Negociants verkauft. Erst der Vater von Jean-Paul begann kleine Mengen selbst abzufüllen, um Familie und Freunde zu versorgen. Er war es auch der den nächsten Schritt vollzog, und die Keller mit den Fudern erstellte.

Der Weg an die Spitze begann mit der Übernahme des Weingutes durch Jean-Paul. Der wollte allerdings anfänglich gar nichts mit Weinbau zu tun haben und ging zunächst seine eigenen Wege. Erst als sein Vater schon in betagtem Alter war, und auch die Möglichkeit des Verkaufs der Domaine nicht mehr ausser Frage stand, traf er die Entscheidung: „Back tot he roots“. Das war 1998, und seitdem entwickelte sich Vieille Julienne in rasender Geschwindigkeit zu einem der Top-Betriebe in ganz Frankreich.

Die Domaine besitzt heute ca. 30 ha Weinberge, hauptsächlich in der AOC Châteauneuf-du-Pape und Bereiche der AOC Côte du Rhone, die direkt an der von Châteuneuf-du-Pape angrenzen. Hier werden auch alle in der AOC erlaubten Rebsorten angebaut, und zwar in gemischten Weinbergen. Hauptsächlich ist das jedoch Grenache, sowie Syrah, Mourvedre, Counoise und Cincault für die Rotweine, für den Weißwein stehen Grenache, Bourboulence, Clarette, Marsanne und Roussanne zur Verfügung. Seit einigen Jahren wird auf Vieille Julienne biodynamisch gearbeitet, was einen maßgeblichen Anteil an der Balance und Stabilität im Weinberg ausmacht, die die Art der Vinifizierung im Keller erst möglich macht.

Im Keller vertritt Jean-Paul die These weniger ist mehr. Durch die akribische Vorarbeit im Weinberg kann er während des Vorganges der Weinbereitung auf jegliche Einbringung von Zusatzstoffen wie Schwefel etc. verzichten. Die Rotweine, beim Châteuneuf mit einem Ertrag von ca. 25 hl/ha geerntet, werden nach der Maischegärung, die temperaturgesteuert in Betontanks stattfindet um eine Über- Extrahierung zu vermeiden, für ca. 15 Monate in Fudern ausgebaut. Danach kommen Sie ungeschönt, unfiltriert und nur ganz leicht geschwefelt auf die Flasche. Beim Weißwein findet der Gärprozess, ebenfalls temperaturgesteuert, in geschlossenen Stahltanks statt, in denen er auch weiter ausgebaut wird. Auch hier wird ungeschönt und unfiltriert mit leichter Schwefelung abgefüllt.

So ist Jean-Paul Daumen in nur gut 10 Jahren mit seinen Weinen förmlich durch die Decke geschossen und wird heute schon zu den monumentalen Weingütern von Châteauneuf-du-Pape gezählt.

Seit 2009 betreibt Jean-Paul auch das Projekt DAUMEN. Hier arbeitet er mit jungen Winzern zusammen, die in den jeweiligen Appelationen ihre Weinberge mit seiner Unterstützung und Beratung bewirtschaften. Die Ernte aus diesen Weinbergen wird gesondert zu den Vieille Julienne Weinen unter dem Label Daumen verkauft.

12.11.2011 Frankfurt / Wein


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