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Das Weingut Knipser aus Laumersheim


Nicht nur in der Pfalz zählt das Weingut Knipser heute zu den absoluten Spitzenadressen im Weinbau. Die Ursprünge der Familie KNIPSER liegen in Südtirol. Das Meraner Bürgergeschlecht wird im 16. Jahrhundert erstmals urkundlich erwähnt. Ein Gaudenz Knipser war 1573 Stadtbaumeister und Ratsmitglied von Meran. In diese Zeit fällt auch die Verleihung des heute noch geführten Familienwappens 1582 durch Erzherzog Ferdinand in Innsbruck. Ein Enkel des Gaudenz Knipser, Johann Georg Knipser ist um 1615 in die Rheinpfalz ausgewandert. Hier, vornehmlich in Bockenheim und Wachenheim, begründete er den pfälzischen Stamm Knipser.

Seit 1876 ist die Familie KNIPSER in Laumersheim ansässig. Hier bewirtschaftete sie einen landwirtschaftlichen Gemischtbetrieb, wie er auch heute noch typisch für die Region ist. Neben Weinbau wurde auch Obst- und Ackerbau betrieben und die auf dem Hof gekelterten Weine wurden im Fass an den Weinhandel verkauft. Als einer der ersten Winzer in der Region begann Heinz Knipser bereits 1948 mit der Flaschenweinabfüllung und Direktvermarktung an Privatkunden und Gastronomie. Anfang der 1970er Jahre hat sein Sohn Werner Knipser gänzlich auf Weinbau umgestellt, der seither stetig vergrößert und intensiviert wurde.

Die heutigen Inhaber Volker und Werner Knipser haben Mitte der 1980er Jahre mit dem Weinausbau im Barrique begonnen, den Rotweinanteil erhöht und bei Neupflanzungen auf klassische regionale und internationale Sorten aus bestem Pflanzmaterial geachtet. Die Erträge liegen weit unter dem Gebietsschnitt und orientieren sich an internationalen Spitzenproduzenten. Dieses Qualitätsstreben wurde 1993 durch die Aufnahme in den Verband der deutschen Prädikatsweingüter VDP gewürdigt. Seit 2005 ist Werner Knipsers ältester Sohn Stephan Miteigentümer des Weingutes, und seit 2009 ist auch seine jüngere Schwester Sabine im Weingut tätig.

Klima
Ein ideales Weinbauklima - auch für anspruchsvolle, besonders wärmeliebende internationale Rebsorten.
Böden
Lößlehmauflage von 20 cm bis zu mehreren Metern auf:
Kalkstein
Er findet sich im Untergrund vom Großkarlbacher Burgweg, Laumersheimer Kirschgarten, Laumersheimer Steinbuckel und Dirmsteiner Mandelpfad. Teilweise, zum Beispiel in der Parzelle "Im großen Garten", steht mächtiger Kalkfels an. Diese Lagen sind ideal für alle Rebsorten, die vom Körper leben und von gut gepufferter Säure profitieren. Das sind alle Rotweinsorten und die Burgunderfamilie mit Spät-, Weiß- und Grauburgunder sowie Chardonnay. Zumeist stammen unsere besten Rotweine aus diesen Lagen. Aber auch die Großen Gewächse vom Riesling entwickeln hier ihre intensive Mineralität.
Sand und Kies
Jahrtausende alte Ablagerungen des Rheines im Untergrund vom Großkarlbacher Osterberg und besonders im Laumersheimer Kapellenberg. Die Weine aus dem sandigeren Kapellenberg sind feiner und filigraner. Speziell der Riesling bringt hier Weine mit klarer Kontur und viel Finesse.
Lagen
Die Weinberge erstrecken sich von der Freinsheimer Höhe im Süden bis an den Rand des nördlichen Nachbardorfes Dirmstein.

Rotweinbereitung
Besonders in unseren besten Rotweinlagen reduzieren wir die Erntemengen erheblich durch kurzen Anschnitt im Winter und das Ausdünnen („vendage vert") der Trauben im Sommer. Die Lese erfolgt von Hand, zum Teil in mehreren Durchgängen. Diese Arbeit beginnt meist Anfang Oktober und erstreckt sich gelegentlich bis Mitte November. Hier wird große Sorgfalt auf das Aussondern von faulen und unreifen Trauben verwendet. Alle Trauben werden entrappt, d.h. die Traubenstiele werden entfernt.

Die Vergärung erfolgt nach dem klassischen Verfahren der Maischegärung. Nach ca. 14 Tagen wird der junge Wein gekeltert und nach kurzer Verweilzeit im Tank, damit sich die grobe Hefe absetzt, in Holzfässer umgelagert. Dort findet auch die malolaktische Gärung statt. Dabei wird die Äpfelsäure in die milde Milchsäure umgewandelt und der Wein gewinnt an Weichheit und Fülle.

Der Ausbau erfolgt immer im Holzfaß (Barrique). Die Basisqualitäten reifen in älteren Barriquefässern. Die Spitzenqualitäten werden je nach Rebsorte ganz oder zum Teil in neuen Barriquefässern ausgebaut. Beim Spätburgunder verwenden wir beispielsweise 30% - 50% neue Fässer, bei Dornfelder oder Cabernet bis zu 100%. Die Lagerdauer im Holz beträgt zwischen 12 und 30 Monaten. Die Abfüllung erfolgt zumeist im August vor der übernächsten Ernte.

Weißweinbereitung
Die Lese erfolgt von Hand, zum Teil in mehreren Durchgängen. Diese Arbeit beginnt meist Ende September und erstreckt sich gelegentlich bis Mitte November. Alle Trauben werden entrappt, d.h. die Stiele werden vor dem Keltern entfernt. Die Maische wird anschließend schonend mit einer  pneumatischen Kelter (Tankpresse) abgepresst.

Die Vergärung erfolgt je nach Wein in Edelstahltanks, traditionellen Pfälzer Doppelstück- und Halbstückfässern sowie in neuen Barriquefässern. Die Temperatur der Gärung wird kontrolliert und unter 20° C gehalten. Dies fördert die Fruchtigkeit, erhält aber den Sortentyp.

Der Ausbau im Tank ergibt feine, elegante, frische Weine. Vor allem Qualitäten bis Spätlese profitieren davon. Im Unterschied zum Tank ist das Holzfass nicht gasdicht. Der Körper des Weines entfaltet sich durch den feinen Einfluss des Sauerstoffes. Deshalb ist das Holzfass besonders für körperreiche Spätlesen und Auslesen interessant. Dies gilt sowohl für die traditionellen Fässer als auch für die Barriques.

30.01.2012 (Quelle: Weingut Knipser)


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