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Neues aus Frankfurt/Wein.

Jahrgangsbericht Wagner-Stempel


Wir hatten Ihnen ja schon mitgeteilt, dass wir mit der Abfüllung des Jahrganges 2011 die Zusammenarbeit mit dem Weingut Wagner-Stempel beginnen werden. Nun haben wir im Vorfeld die Einschätzungen für den Jahrgang 2011 von Daniel Wagner bekommen. Lesen Sie hier was los war in der Rheinhessischen Scheiz.

Der „Null11er Jahrgang“ des 21.Jahrhunderts hat in den letzten Monaten seit der Lese so viel positives Echo hervorgerufen wie selten ein Jahrgang zuvor. Sommerlich anmutende Bilder und Schilderungen, goldgelbe Trauben und lachende Gesichter eines Herbstes mit mediterraner Atmosphäre bis weit in den Oktober hinein machten die Runde. Begeisterte Stimmen aus der Fachwelt werden nicht müde, eine Parallele zu den legendären Jahren 1811 und 1911 ziehen zu wollen. Es scheint in der Natur des Menschen zu liegen, rückblickend verschiedene, einzelne Perioden besonders stark hervorzuheben und bisweilen zu überzeichnen, denn so grandios der letzte Spätsommer auch war, das vergangene Weinjahr verlief auf einem sehr schmalen Grat zwischen Erfolg und Katastrophe.

Ein milder Winter brachte schon frühzeitig im Jahr die Vegetation in Gang und eine frühsommerliche Periode von März bis Mitte Juni begleitete uns bei allen Frühjahrsarbeiten im Weinberg. In diese Idylle fiel die Nacht zum 4. Mai. In den frühen Morgenstunden hatte sich die Luft auf -4° Grad Celsius abgekühlt, und dies führte in weiten Teilen Rheinhessens aber auch in der Pfalz, in Franken und anderen Regionen zu gravierenden Schäden an den Reben. Die kleinen, jungen Triebe erfroren schlichtweg. In Siefersheim kamen wir zum Glück ohne nennenswerte Schäden mit einem „blauen Auge“ davon.

Der weitere Witterungsverlauf von Mitte Juni bis zur zweiten Septemberwoche brachte vielfach warmes, aber auch sehr wechselhaftes Wetter mit sich. Unser Hauptaugenmerk richtete sich wie in den Jahren zuvor auf die bestmögliche Vorarbeit im Weinberg, die Wetterkapriolen möglichst schadlos und gesund zu überstehen. Die teils kräftigen Gewitter sorgten das eine oder andere Mal für reichlich nervliche Anspannung. Aber auch in dieser Phase sind wir mit „leichten Blessuren davongekommen“, und in der zweiten Septemberhälfte sorgte eine stabile Wetterlage für einen derart schönen „Altweibersommer“ wie wir ihn bisher nur selten erlebt haben. Sonnige, trockene Witterung über Wochen hinweg bis weit in den Oktober hinein bescherte uns eine letzte Reifephase, wie sie schöner kaum hätte ausfallen können. Selten hatten wir eine solch entspannte und perfekte Leseperiode erlebt. Das Traubengut sah derart optimal, goldgelb reif aus und konnte so auf den Punkt gelesen werden, wie wir es nur in ganz wenigen Ausnahmejahren bisher erleben konnten.

Insbesondere die Homogenität der eingebrachten Trauben hebt den 2011er Jahrgang heraus. War es in den vergangenen Jahren immer wieder die eine oder andere Rebsorte, die in besonderem Maße von den jeweiligen Verhältnissen profitiert hat, so hat der letzte Herbst eine Geschlossenheit der Qualität erbracht, die man wirklich außergewöhnlich nennen muss. Im Rückblick auf die vergangene Dekade kann man vorausgreifend konstatieren: Es wird wohl ein typischer „ungerader Jahrgang“. Hohe Fruchtreife, gelbe Aromen, voller Körper, frische aber nicht pikante Säure – dem 07er nicht ganz unähnlich...

24.02.2012 (Quelle: Daniel Wagner)

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