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Jahrgangsbericht Gut Hermannsberg


Heute erreichte uns der Jahrgangsbericht für 2011 von Gut Hermannsberg. Informieren Sie sich hier über den Vegetationsverlauf, die Einschätzungen des Weingutes zum Jahrgang, als auch über Details zu den kommenden Weinen.

Der Bericht:

Der Jahrgang 2011 auf Gut Hermannsberg setzt einen wichtigen Schritt auf dem Weg in Richtung der besten Riesling-Produzenten Deutschlands.

Für Gut Hermannsberg in Niederhausen an der Nahe war das Wichtigste am Jahrgang 2011 nicht die Anzahl der Frosttage, die produzierte Flaschenmenge oder die Säuregrade, sondern vielmehr das große Ganze: „Die Weine des Jahres 2011 zeigen deutlich die konsequente Entwicklung unseres Weinguts, das ja 2009 durch den neuen Eigentümer auf eine völlig neue Basis gestellt und kompromisslos auf Qualität ausgerichtet wurde“, sagt Betriebsleiter Karsten Peter. „Die Charakteristik der Lagen tritt mit dem 2011er noch klarer zutage, die Weine haben noch mehr Substanz und Struktur, zeigen kantigeres Profil. Wir sammeln ständig Erfahrung und führen mehr und mehr Parzellen durch unsere Weingartenarbeit an ihr ideales Gleichgewicht heran.“

Mit dem Jahrgang 2011 ist Gut Hermannsberg einem wichtigen Ziel deutlich näher gekommen. Karsten Peter: „Wir wollen uns ganz stark auf die Weinbergsarbeit konzentrieren und so wenig wie möglich im Keller eingreifen, um das Potenzial und die Eigenheiten der jeweiligen Weinbergslage klar im Wein zum Ausdruck zu bringen. Ich glaube, das ist uns 2011 besser als je zuvor gelungen.“

Auf Gut Hermannsberg begann das Jahr 2011 mit einem für die Region langen Winter, viel Schnee und gemäßigten Temperaturen. Peter: „Zum Glück blieben wir vor Frostschäden verschont.“ Der warme Frühling sorgte für frühen Austrieb der Reben, die kleinen Fröste Anfang Mai konnten den Weinberge des Gutes – de facto ausschließlich begünstigte Hanglagen – nichts anhaben: „Da sind wir gut davongekommen“, so Peter. Die Ende Mai/Anfang Juni – und damit 14 Tage eher als sonst – einsetzende Blüte verlief gleichmäßig in allen Weinbergen, war kurz, perfekt, die Befruchtung optimal.

Der Sommer brachte Riesling-ideale Bedingungen: nicht zu heiß, ausreichend Niederschläge. Die andernorts wütenden Unwetter des Augusts zogen am Hermannsberg vorbei, ohne Schäden anzurichten. Ein sehr warmer September ließ die Trauben perfekt reifen, der gleichmäßig schöne Oktober mit seinen langen warmen Tagen und kühle Nächte sorgte für perfekte Aromenausbildung in den Trauben. Karsten Peter: „Wir konnten bis Ende Oktober in Ruhe alle Parzellen am jeweiligen Höhepunkt der Traubenreife lesen.“ Fäulnis war kaum ein Thema, nur wenige Trauben waren von Botrytis befallen; diese wurden später für Trockenbeerenauslesen und Auslesen selektioniert.

Insgesamt brachte das Jahr 2011 auf Gut Hermannsberg hochreifes Lesegut, moderate Säure und eine tolle Tanninstruktur: dank der Fortune mit dem Wetter, aber auch dank der während des ganzen Jahres akribisch betriebenen, individuell auf die einzelnen Weinbergslagen, ja sogar Parzellen abgestimmten Laub- und Weingartenarbeit, auf die Karsten Peter sehr viel Wert legt. „Mit 2011 sind wir sehr, sehr happy“ – ist für den zu Ruhe, Ausgeglichenheit und Coolness neigenden, nicht für emotionale Extrovertiertheit bekannten Betriebsleiter beinahe ein Gefühlsausbruch. Und es gleicht britischem Understatement, wenn er sagt: „Wir haben jetzt großartiges Potenzial in den Weinen und man muss sehen, wie sich das mit den Jahren in der Flasche entwickelt.“

Die Weine von Gut Hermannsberg 2011

Der Gutsriesling auf neuer Basis und ein Neuzugang auf dem Hermannsberg: der X-ristall.

• Weisser Burgunder
• Gutsriesling
Ohne Abstriche in Bezug auf die Qualität zu machen, wurde die Produktion des Gutsrieslings mit dem Jahrgang 2011 auf eine neue, kostengünstigere Grundlage gestellt: Der Basiswein von Hermannsberg ist nun eine Cuvée aus Trauben von in Bad Kreuznach gepachteten, ökonomisch zu bewirtschaftenden Lagen und jüngeren Rebstöcken der weingutseigenen Lagen in Niederhausen und Schlossböckelheim.

• X-ristall
Die Trauben für diesen ab Jahrgang 2011 neuen Wein stammen von jüngeren Reben aus den Ersten Lagen Kupfergrube, Hermannsberg, Bastei, Steinberg und Rotenberg. Er ist klar, präzise, mineralisch, zeigt seine Herkunft von Vulkan- und Schieferböden. Der Kristall ist preislich zwischen dem Gutsriesling und den beiden Ortsweinen positioniert und wird in größeren Mengen zur Verfügung stehen.

• Ortsweine
Niederhäuser: Trauben ab 2011 ausschließlich aus dem Hermannsberg
Schlossböckelheimer: Trauben ausschließlich aus der Kupfergrube
Diese Weine sind sozusagen die „jüngeren Brüder“ der Großen Gewächse aus den beiden Lagen. Räumlich sind die Weinberge nur wenige hundert Meter voneinander entfernt, doch erdgeschichtlich liegen Jahrmillionen zwischen den vulkanischen Böden der Kupfergrube und den eiszeitlichen Ton-Schieferböden des Hermannsberges.

• Steinterrassen
Cuvée aus selektionierten Trauben der terrassierten Lagen Steinberg, Rotenberg und Kertz. Mit dem Jahrgang 2011 wurde der Steinterrassen qualitativ schon nahe an die Großen Gewächse herangeführt.

• Große Gewächse
Niederhäuser Hermannsberg, Schlossböckelheimer Kupfergrube.
Traiser Bastei. Das perfekte Traubenmaterial für die Top-Weine des Weinguts kommt jeweils aus den Filet-Stücken dieser drei Ersten Lagen. Sie zeigen ganz klar die Charakteristik des Weinberges.

• Weine mit Fruchtsüße
Riesling Kabinett, Steinberg Spätlese, Rotenberg Spätlese, Auslese Hermannsberg, Auslese Kupfergrube, Auslese (Versteigerung) Kupfergrube, Trockenberenauslese Kupfergrube

15.03.2012 (Quelle: Gut Hermannsberg)

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