Frankfurt / Wein

Neues aus Frankfurt/Wein.

Domaine du Clos des Feés - Weine so puristisch wie Ihre Herkunft


Allein inmitten karger Strauchheide, umgeben von traditionellem Trockenmauerwerk bildet Le Clos des Fées eine echte Postkartenidylle. Hier wurden die Reben noch von Hand mit der Hacke gepflanzt. Mühsam bahnte man sich den Weg durch mächtige Steineichen und das Muttergestein, das hier noch zutage tritt, um die dort stellenweise eingeschlossene kostbare reine Tonerde zu nutzen. In aufwendiger, mühevoller Arbeit entfernten Generationen von Winzern Stein für Stein von Hand oder mit Pferden aus den Weingärten und schichteten sie geduldig und geschickt aufeinander. Selbst die ältesten Dorfbewohner versichern, dass ihnen diese knorrigen Rebstöcke seit jeher schon als „alt“ bekannt sind. Seit noch viel längerer Zeit ragen in der Ferne nahezu senkrecht die blauen Felsen von Vingrau auf, durch die fast unablässig der Nordwind Tramontane fegt. In unmittelbarer Nähe glitzert am Fuße der Pyrenäen das Mittelmeer. Wenn sich die Feen zur Sonnenwende noch zum Tanz versammeln, dann bestimmt hier an diesem sonderbaren, geheimnisumwitterten und so ganz ungewöhnlichen Ort.

Terroir ist „in“. Vor allem die berühmten Terroirs … Jeder glaubt und behauptet ein solches Terroir zu besitzen. Dass wir von Le Clos des Fées uns gerade hier in diesem verlassenen Winkel des Agly-Tales niedergelassen haben, liegt vor allem daran, dass wir uns gleich für die geologischen Gegebenheiten dieser Gegend begeistert haben. Die große, bunte geologische Karte können wohl nur professionelle Geologen sinnvoll auswerten. Doch selbst der Laie wird sich bei ihrem Anblick gleich der außergewöhnlichen geologischen Vielfalt bewusst, die diese Region birgt. Andernorts findet man eine solche Vielgestaltigkeit vielleicht noch im Elsass und … auf Madagaskar. Neben den verschiedenen Gesteins- und Bodenformationen sind auch die unterschiedlichen Lagen der Anbauflächen hervorzuheben. Auf nordexponierte Hänge, die sog. „Bacs“, scheint die Sonne im Winter nur einige Stunden. An den südexponierten Parzellen hingegen könnte man fast tropische Pflanzen züchten, wenn da nicht die bisweilen furchtbare Trockenheit wäre. Über eine kurze Strecke von nur wenigen Kilometern legt man über 350 Höhenmeter zurück. In solchen Terroirs beginnt die Weinlese nie vor dem 15. Oktober. Habe ich da etwas von Mittelmeerklima gehört?

Geleitet von meinem Instinkt habe ich, ohne viel nachzudenken, beschlossen, meine Leidenschaft für den Wein eben hier auszuleben. Nach verschiedenen Lebensabschnitten als junger Weinkeller, Restaurantbesitzer, Wein- und Livestyle-Autor drängte sich mir in einer entscheidenden Phase meiner Existenz die Erkenntnis auf, dass es nun Zeit ist, etwas mit eigenen Händen zu schaffen, um Schritt für Schritt, wenn schon nicht verstehen, so doch nachvollziehen zu können, wie aus einem Stück dunklen Holzes Jahre später ein so köstliches, unvergessliches Getränk hervorgehen kann. Einige Tagwerk alte Rebstöcke, eine Rebschere, eine leichte Hacke und eine Rückenspritze – viele Winzer hier haben nie je etwas anderes für ihre Arbeit gebraucht und verzichten bewusst auf den heute üblichen Großeinsatz von Technik und Material. Auch ich habe so begonnen, eines schönen Morgens im Jahr 1997, ohne Geld, ohne Gewinndruck, jedoch voller großer Hoffnungen. Braun gebrannte, vom Wetter gegerbte Haut, raue Hände, ein von Arbeit schmerzender, ja bisweilen sogar steifer Körper … Mir wurde sehr schnell bewusst, dass Weinbau echte Knochenarbeit ist und bis zum Weingenuss im gediegenen Ambiente eines edlen Restaurants eine weite Strecke liegt.

22.08.2012 (Quelle: Herve Bizuel)

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