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Neues aus Frankfurt/Wein.

Eine besondere Pfälzer Weinphilosophy - Weingut von Winning


Das Weingut ist seit Jahrzehnten bekannt dafür, zuverlässig Spitzenweine - 250.000 bis 300.000 Flaschen Jahresproduktion - anzubieten.

Der Fokus liegt dabei klar auf der Rebsorte Riesling - über 80% der zur Zeit 40 ha Rebfläche - aber auch Weiß,- und Grauburgunder, Chardonnay, Gewürztraminer und Muskateller. Weiterhin wird Spätburgunder und mehrere Rotwein-Cuvées produziert. Seit dem Jahrgang 2008 spielt auch Sauvignon Blanc eine wichtige Rolle in unserem Weinangebot, da die Sorte auf den leichten Sand- und Flußkieselböden der Mittelhaardt - bei sensibler Behandlung - optimale Bedingungen vorfindet.

Das enorme Potenzial der Weinberge bei von Winning - mehr als 10 ha Große Gewächs Lagen - unterstreichen wir durch nachhaltige, naturnahe und qualitätsorientierte Arbeit, die es uns ermöglicht gesunde Trauben voller Aroma und wertvoller Inhaltsstoffe zu ernten. Auf dieser Basis sind der unbedingte Qualitätsanspruch eines jungen und hochmotivierten Teams, sowie die Investitionskraft des Inhabers Achim Niederberger Garant dafür, dass das Weingut von Winning ganz in der Spitze der Erzeuger höchstwertiger Weine etabliert bleibt.

Die Spitzenweine des Weinguts werden minimal und äußerst respektvoll behandelt ohne in das innere Gefüge des Kulturgutes Wein einzugreifen. Durch sanfte Vorklärung, die gesunde Mischung aus ganz natürlicher, spontaner Vergärung in Holzfässern und dem maßvollen Einsatz von Reinzuchthefe in Edelstahlgebinden, sowie den Verzicht auf Schönungsmittel, entsteht ein charaktervoller, eigenständig „wilder“, aber feiner Stil, der unsere Weine deutlich aus der Masse herausstechen lässt.

Diese Weine sollen Emotionen wecken und unverwechselbar für ihre Rebsorte, Lage, die Pfalz und das Weingut von Winning stehen. Sie sind enorm spannend und machen Lust auf das zweite und jedes weitere Glas.

Historie

Mitte des 19. Jahrhunderts gründete Friedrich Deinhard (1812 – 1871) mit seiner Frau Auguste Jordan unser Weingut, als der Besitz des Andreas Jordan bei dessen Tod 1848 aufgeteilt wurde (Jordan’sche Teilung).Der Sohn Dr. Andreas Deinhard wurde Nachfolger, bis seine Tochter Emma und ihr Ehemann Hauptmann Leopold von Winning den Betrieb übernahmen.

Unter der Führung des Leopold von Winning (1907 – 1918) erlebte das Weingut nicht nur eine Glanzzeit, sondern wurde auch zum Gründungsmitglied des Verbandes der Naturwein-Versteigerer - heute VDP - und des Deutschen Weinbauverbandes.In dieser Zeit hieß das Weingut bereits „Hauptmann von Winning’sches Edelweingut“. Die - vor 900 Jahren vom Kaiser geadelte - Familie von Winning ist heute eng mit unserem Projekt verbunden.

1918 ging der Betrieb in den Besitz der Kellerei Karl Josef Hoch aus Neustadt an der Weinstraße über, die den Namen „von Winning“ nicht führen durfte und das Weingut wieder „Dr. Deinhard“ nannte. Seit dem 16. November 2007 ist Achim Niederberger neuer Inhaber und Stephan Attmann neuer Direktor des Deidesheimer Betriebes.

Innerhalb von nur fünf Jahren gelang es dem aus Neustadt an der Weinstraße stammenden Unternehmer Achim Niederberger die „Jordan’sche Teilung“ nach eineinhalb Jahrhunderten - durch den Erwerb der Weingüter Geheimer Rat Dr. von Bassermann-Jordan, Reichsrat von Buhl und Dr. Deinhard in Deidesheim - aufzuheben. Herr Niederberger ist nun der größte private Weinbergsbesitzer Deutschlands - rund 150 Hektar -, dessen drei Weingüter selbstverständlich weiterhin vollkommen eigenständig geführt werden und sich individuell weiterentwickeln.

Um dem großen Potenzial und Qualitätsanspruch Rechnung zu tragen, wurde das Weingut von Winning „neu“ gegründet, um unsere Spitzenweine - von Winning und Dr. Deinhard - in angemessenem Rahmen vermarkten zu können.

Seit 2008, also von Beginn an, leitet Stephan Attmann das Weingut. Mit Leidenschaft und akribischer Arbeit ist es im schnell gelungen, von Winning an die Spitze der deutschen Weingüter zu führen.

2010 Kollektion des Jahres (Weinwelt)
2011 Aufsteiger des Jahres ( Eichelmann
2012 Aufsteiger des Jahres (Gault Millaut)

Vinifikation

Durch schonendste Verarbeitung und den Verzicht auf Schönungsmittel begleitet Diplom-Önologe Kurt Rathgeber als Kellermeister unsere Weine mit großer Sensibilität, ohne in das innere Gefüge des Weines einzugreifen. Dabei ist es unser Ansporn traditionellen Weinbau mit einem modernen Keller zu verbinden.

Die Trauben werden leicht angequetscht, für ca. 8 Stunden mazeriert - Kontakt von Saft und Beerenhaut - und anschließend gepresst. Der Saft läuft per Falldruck relativ trüb in den Keller. Spontane Vergärung im Naturwerkstoff Holz - Holzgärstander für Rotwein, Stück und Doppelstückfässer, 500l Halbfuderfässer und Barriques machen die Vielfalt aus - und der sinnvolle Einsatz von Reinzuchthefen in Edelstahlgebinden stellen die optimale Mischung her, die zu ausgewogenen, individuellen und hochwertigen Weinen führt. Durch meist nur eine Bewegung des Weines von der Vollhefe auf die Flasche, wird die Philosophie der minimalen Behandlung konsequent weiterverfolgt.

Durch unseren neuen - auf mehreren Ebenen angelegten - Keller, mit Traubenannahme, haben wir einen Arbeitsbereich geschaffen, der es uns ermöglicht sehr schonend zu arbeiten - Gravitation tritt an die Stelle von Pumpen - , alle Vorgänge zu optimieren und jedes Detail bei unserer Arbeit im Keller zu verbessern.

All dies sind Schritte auf einem nie endenden Weg zur Verbesserung der Qualität unserer Weine.

Weinberg

Kunstdünger und Herbizide finden in unserer Philosophie des naturnahen, nachhaltigen Weinbaus keinen Platz. Im Frühjahr 2008 wurde der erste Weinberg als Dichtpflanzung, mit der Stockdichte des Burgund - ca. 9500 statt üblicherweise unter 5000 Stöcke/ha - angelegt und für die Zukunft ist eine Ausweitung dieses - kompromisslos auf Qualität abzielenden - Systems auf alle Top-Lagen geplant. Der geringere Standraum hat zur Folge, dass die Reben in stärkerer Konkurrenz zueinander stehen und deshalb ihren Ertrag natürlich reduzieren - Qualität statt Quantität - und auf der Suche nach Wasser schon früh tief wurzeln.

Die tiefe Wurzelung der Reben bringt nicht nur den einzigartigen Charakter unserer verschiedenen Lagen noch mehr in die Trauben - und folglich in unsere Weine -, sondern ermöglicht den Pflanzen extremer werdenden Wetterbedingungen - Starkregen, Hitzewellen - zu trotzen. Die gesicherte Wasserversorgung hat außerdem zur Folge, dass die Reben toleranter gegenüber Konkurrenz anderer Pflanzen sind und wir durch eine vielfältige Begrünung - die wiederum eine Vielzahl tierischer Nützlinge anlockt - die Biodiversität und dadurch den Reichtum unseres Ökosystems unterstützen.

Die Bearbeitung dieser besonderen Weinberge findet mit einer bodenschonenden Schmalspurraupe statt.

Das Verständnis des Weinberges als Ökosystem und die Förderung der natürlichen Vorgänge, in Verbindung mit bedingungslosem, qualitätsorientiertem Aktionismus am Rebstock ermöglicht es uns perfekte Trauben zu erzeugen, die im Keller auf respektvolle, schonende Weise bis zum Wein begleitet werden können.

15.09.2012 (Quelle. Weingut von Winning)

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